
Unsere Geschichte
15. April 1886
Nikolaus Prigge knüpfte als lokaler Postbote von Neuenfelde viele Kontakte in der Region. Er kam auf die gloreiche Idee neben Briefen seinen Kunden auch Bier ins Haus zu bringen und startete dadurch als Nebentätigkeit einen eigenen Bierverlag. Durch den Handelregister Eintrag vom 15. April 1886 legte er den ersten offiziellen Grundstein für das Familienunternehmen Prigge.

Nikolaus Prigge und Frau Anna, geb. Icheln - Gründer des Bierverlages.
Aufgrund von Platzmangel wurde ein größeres Haus innerhalb des Ortes am Marschkamper Deich erworben. Zusätzlich erschloss sich durch die Eröffnung der Gaststätte „Herberge zur Heimat“ ein neuer Geschäftszweig der Direktvermarktung für die Familie Prigge.

Prigge's Gastwirtschaft und Herberge am Marschkamper Deich. Hier übernachteten durchreisende Handwerksgesellen.
1905-1906
Im Jahr 1905 kauften Nikolaus und seine Frau Anna ein Haus für ihren ältesten Sohn Johannes Prigge. 1906 erweiterte Johannes die Produktpalette und begann mit der eigenen Mineralwasserproduktion.
Vater und Sohn lieferten Bier, Tafelwasser und Limonaden mit Pferd und Wagen im Altes Land aus.

Johannes Prigge und Frau Johanna, geb. Stehr übernahmen den Betrieb und erweiterten ihn 1906 mit der Herstellung Mineralswasser und Limonaden.

Im Jahre 1905 zog Johannes Prigge zum Kirchenstieg, dem heutigen Arp-Schnitger-Stieg.
Mai 1926
Die Firma Prigge bezog zum ersten Mal Bier von der Holsten Brauerei, die in den folgenden Jahren entscheidend zum Wachstum des Unternehmens beitrug und heute deutschlandweit bekannt ist. Die Firma Prigge fungierte damals mit ihrem breitverstreuten Kundekreis als Vertriebskanal im gesamten Hamburger Süden.
1923
Wilhelm, der älteste der sechs Kinder von Johannes und Johanna, trat 1923 in den Getränkeverlag seiner Eltern ein.

Wilhelm neben einem Apfelbaum – ein Symbol seiner tiefen Verbundenheit mit dem Obstbau und der Region.
1926
Wilhelm absolvierte eine Lehre als Brenner in Westfalen und besuchte eine Handwerkerschule

Wilhelm in der Produktionshalle vor den Safttanks – sein Wissen und seine Erfahrung prägten den Betrieb nachhaltig.

Ein Blick auf die Vielfalt des Altländer Saftes, wie er früher angeboten wurde.
1933
Wilhelm nahm an Kursen zur Fruchtsaftherstellung teil, was im selben Herbst 1933 zur Gründung der ersten Süßmosterei im Alten Land führte.
1937
Wilhelm heiratete Bertha Meyer, die stets tatvoll in der Produktion noch bis ins hohe Alter mithulf und die gute Seele des Unternehmens war. Das Geschäft florierte in Hamburg und Umgebung, sodass ein zusätzliches Lager angemietet werden musste.

Bertha spielte eine zentrale Rolle in der Produktion und bediente die Reinigungs- und Abfüllmaschinen mit großer Sorgfalt.

Gratulation der Holsten-Brauerei zum 75. Geburtstag von Wilhelm – ein besonderer Moment im Jahr 1980.
„Uns Willy word hüt 75 Johr old. Wi gratuleert em hartlich to’n Geburstag.“
1952
Nach dem Tod von Johannes und seiner Frau führte Wilhelm den Betrieb gemeinsam mit seinen Brüdern Claus und Hermann weiter. Sie entschieden sich in Ehren ihres Vaters die das Firmennamen zur Johannes Prigge OHG umzuiwandeln.
12. Dezember 1964
Erneut platzte die Firma aufgrund des wirtschaftlichen Erfolges aus allen Nähten. Der Kauf des Grundstücks von der Familie Mehner im Zentrum des Ortes Neuenfelde markierte einen wichtigen Modernisierungsschritt. Das Unternehmen wurde in Wilhelm Prigge & Co. umbenannt und verfügte nun über ausreichend Platz für alle Maschinen.

Mit dem Erwerb des Grundstücks in der Nincoper Straße 143 wurde ein bedeutender Grundstein für die Zukunft gelegt. Bis heute befindet sich hier der Sitz des Unternehmens.

Bis zu 600 000 Liter Saft können in den großen Tanks gelagert werden.
1975
Es entstand eine Lagernhalle für Tanks, und nach und nach wurde eine moderne Abfüllanlage für Fruchtsäfte aufgebaut. Claus und Hermann blieben bis 1978 Gesellschafter, bevor sie sich aus gesundheitlichen Gründen ausschieden.

Die moderne Abfüllanlage ermöglichte eine effizientere und hygienischere Produktion.

Mit der Verschließmaschine wurde ein weiterer Schritt zur Modernisierung und Automatisierung des Betriebs umgesetzt.
1961
Kurt, der jüngste Sohn von Wilhelm und Bertha, absolvierte zunächst eine dreijährige Ausbildung als Brenner und anschließend eine Lehre zum Süßmoster. 1961 trat er als Fachmann in das Unternehmen ein.

Kurt bei der Saftproduktion.

Heino Prigge wurde am gleichen Tag geboren wie sein Großvater Wilhelm, allerdings 63 Jahre später
29. August 1968
Heino Prigge, Sohn von Kurt und Ilse, wurde geboren. Er teilte nicht nur den Geburtstag mit seinem Großvater Wilhelm, sondern auch dessen Begeisterung und Verbundenheit mit dem Familienbetrieb.
1989-1991
Heino absolvierte eine Ausbildung zum Fruchtsafttechniker und stand kurz davor die Familientradition in 5. Generation mit seinem Fachwissen und Leidenschaft fortzuführen.

Heino vor dem Firmenwagen – Symbol der langen Tradition des Unternehmens im Getränketransport.

Jan Mehner kurz nach Beginn seiner Geschäftsführung im Jahr 1999, Foto von 2002.
1999
Jan Mehner kaufte das Grundstück seiner Großeltern zurück und führte die Firma Wilhelm Prigge & Co. über zwei Jahrzehnte hinweg mit Engagement und Professionalität bis Juni 2025 weiter.
2025: Rückkehr in Familienbesitz
Alexander Prigge, Urenkel von WIlhelm und Sohn von Heino Prigge, erwarb mit Unterstützung seiner Eltern die WIlhelm Prigge & Co. zurück mit dem Anspruch die Familientradition fortzuführen. Damit ist das Unternehmen nach 25 Jahren wieder in Familienhand und schreibt seit 1886 weiterhin an ihrer eigenen Geschichte.
Mit einer tiefen Verbundenheit zu seinen Wurzeln und einer klaren Zukunftsvision übernimmt Alexander die Leitung des Unternehmens Prigges GmbH, die heute die einzige Mosterei in Hamburg ist.

Mit der Rückkehr zu den familiären Wurzeln im Jahr 2025
schreibt der Familienbetrieb Prigge an seiner eigenen Geschichte weiter - seit 1886.
.png)